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16.02.2020 - Dorothea Wierer erfüllt sich ihren Gold-Traum

16.02.2020 - Dorothea Wierer erfüllt sich ihren Gold-Traum

Die Biathlon-Weltmeisterschaft in Antholz hat aus einheimischer Sicht ihr erstes ganz großes Highlight: Die Rasnerin Dorothea Wierer kürte sich wenige Kilometer von ihrem Heimatdorf entfernt zur neuen Weltmeisterin in der Verfolgung.

Die 29-Jährige lieferte eine schlichtweg überragende Vorstellung, leistete sich bei 20 Versuchen am Schießstand lediglich einen Fehler und ließ in der Loipe eine Rivalin nach der anderen hinter sich. So dauerte es nicht lange, bis sich die Siebtplatzierte des Sprintbewerbs ganz an die Spitze des Feldes setzen konnte. Sie kam schließlich gleichzeitig mit Sprint-Weltmeisterin Marte Olsbu Røiseland zum letzten Stehendanschlag. Erst dort zielte Wierer zum ersten Mal daneben. Wenige Meter neben ihr schoss Røiseland allerdings zwei Fehler. Als schließlich auch noch die Drittplatzierte Denise Herrmann einmal in die Strafrunde musste, war Wierers Weg zu Gold geebnet. Völlig entfesselt lief diese die letzte Schleife und schließlich mit in die Höhe gestreckten Armen über die Ziellinie.

Wierer bejubelte den zweiten Weltmeistertitel ihrer Karriere, nachdem sie im Vorjahr in Östersund im Massenstart am Podium ganz oben stand. Insgesamt ist dies die siebte WM-Medaille der Südtirolerin, die dritte in einem Einzelbewerb. Bei den Titelkämpfen in Antholz schnappte sich Wierer bereits mit der Mixed-Staffel die Silberne.


Herrmann holt erste deutsche Medaille

Doch nicht nur der Sieg der Lokalmatadorin bescherte den weit mehr als 20.000 Zuschauern in der stimmungsvollen Südtirol Arena einen fantastischen Biathlon-Nachmittag. Auch der Kampf um den zweiten Platz hatte es nochmal in sich: Die bärenstarke Herrmann kam wie beflügelt aus der Strafrunde und sprintete noch an Røiseland vorbei. Die vielen deutschen Fans im Stadion durften somit den ersten schwarz-rot-goldenen Medaillengewinn in Antholz bejubeln. Doch auch die geschlagene Norwegerin konnte am Ende zufrieden sein: Nach Gold in der Mixed-Staffel und im Sprint, schaffte sie es auch bei ihrem dritten WM-Einsatz aufs Podest.

Ganz und gar nicht nach Wunsch verlief die Verfolgung dagegen für eine weitere Medaillenanwärterin, nämlich Lisa Vittozzi. Nach drei Fehlschüssen und einer durchschnittlichen Laufzeit wurde sie vom Sechsten auf den 27. Rang durchgereicht. Die dritte „Azzurra“ im Bunde, die Ridnaunerin Federica Sanfilippo, reihte sich als 33. ins Klassement ein.



Ergebnisse Weltmeisterschaft Antholz, Verfolgung Damen (Sonntag, 16. Februar 2020)

1. Dorothea Wierer (ITA) 29.22,0 (1)
2. Denise Herrmann (GER) +9,5 (3)
3. Marte Olsbu Røiseland (NOR) +13,8 (3)
4. Hanna Oeberg (SWE) +22,3 (2)
5. Vanessa Hinz (GER) + 26,8 (1)
6. Ivona Fialkova (SVK) +35,7 (2)
7. Franziska Preuss (GER) +40,6 (2)
8. Lisa Theresa Hauser (AUT) +51, (1)
9. Baiba Bendika (LAT) +1.03,2 (2)
10. Aita Gasparin (SVI) +1.07,4 (1)

27. Lisa Vittozzi (ITA) +1.57,4 (3)
33. Federica Sanfilippo (ITA) +2.31,8 (2)



Die Stimmen zum Rennen:

Dorothea Wierer, Rasen/Italien (1. Platz): „Es ist ein Wahnsinnsgefühl, mich vor eigenem Publikum zur Weltmeisterin zu küren. Ich wusste, dass ich gut schießen musste, um hier etwas zu holen. Das ist mir gelungen. Der Druck hier in Antholz ist sehr groß, doch jetzt bin ich erleichtert. Es war sehr emotional, heute ist ein ganz spezieller Tag.“

Denise Herrmann, Deutschland (2. Platz): „Ich war in den letzten Tagen sehr schnell auf den Skiern, heute konzentrierte ich mich mehr aufs Schießen. Meine Ausgangsposition war gut, ich wusste, dass hier etwas möglich war. Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden.“

Marte Olsbu Roeiseland, Norwegen (3. Platz): „Es war ein unglaublich spannendes Rennen. Nach dem letzten Schießen wollte ich das Tempo halten, das ist mir gelungen. Ich bin mit dem dritten Platz überglücklich.“
16.02.2020 - Dorothea Wierer erfüllt sich ihren Gold-Traum
 
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