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19.02.2020 - Fourcade gewinnt das Giganten-Duell

19.02.2020 - Fourcade gewinnt das Giganten-Duell

Martin Fourcade hat bei der Weltmeisterschaft in Antholz seine erste Goldmedaille eingefahren.

Im Einzelbewerb über 20 Kilometer verwies er seinen Dauerrivalen Johannes Thingnes Bø auf den zweiten Platz und sicherte sich seinen 11. Weltmeistertitel in einem Einzelrennen, seine 27. Medaille insgesamt.

Der erste Männer-Bewerb der zweiten WM-Woche in der Südtirol Arena wurde zum erwarteten Kräftemessen der beiden Topstars Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bø. Während viele der Kandidaten aus dem erweiterten Favoritenkreis mit den schwierigen Windbedingungen am Schießstand zu kämpfen hatten, zeigten sich der französische Ausnahmeathlet und der Gesamtweltcupführende aus Norwegen abgebrüht wie eh und je. Insbesondere Fourcade legte die Messlatte von Beginn an enorm hoch, leistete sich bis zum letzten Stehendanschlag keinen einzigen Fehlschuss und ging auch in der Loipe ein sehr hohes Tempo.


Landertinger holt die erste ÖSV-Medaille

Die einzigen, die mit Fourcade mithalten konnten, waren eben Bø und Überraschungsmann Dominik Landertinger. Der Österreicher war neben Fourcade einer der ganz wenigen Athleten, der ohne Fehler zum letzten Schießen kam. Dort zielte er – genauso wie der Franzose – ein Mal daneben. Gold war für Landertinger damit außer Reichweite, für Bronze und somit die dritte WM-Medaille seiner Karriere sollte es aber reichen. Bereits vor vier Jahren stand er im Einzel als Zweiter am WM-Podium.

Nicht nur der Außenseiter aus der Alpenrepublik sollte an die Zeit von Fourcade nicht mehr herankommen. Auch Bø musste sich am Ende geschlagen geben und die Silberne als Trostgeschenk entgegennehmen. In der Loipe war er zwar einige Sekunden schneller als Fourcade, doch die Strafminuten, die er nach zwei Fehlschüssen aufgebrummt bekommen hat, ebneten seinem großen Konkurrenten schließlich den Weg zu Gold.


Hofer läuft in die Top-15

Die Athleten der Gastgebernation konnten auch im Einzelbewerb nicht in die Medaillenentscheidung eingreifen. Als bester „Azzurro“ schnitt neuerlich Lukas Hofer ab. Er zeigte auf den Skiern eine starke Vorstellung, beraubte sich aber mit vier Fehlschüssen jeglicher Podestchancen. Am Ende sammelte er als 13. jedoch noch zahlreiche Weltcuppunkte. Solche blieben den weiteren Italienern verwehrt: Thomas Bormolini (4 Fehler) belegte den 48. Rang, Thierry Chenal (4) Position 60 und der Rasner Lokalmatador Dominik Windisch kam nach 8 Fehlschüssen gar nur mit der 75. Zeit ins Ziel.


Ergebnisse 20 km Einzelrennen Herren - Weltmeisterschaft Antholz (Mittwoch, 19. Februar 2020)

1. Martin Fourcade (FRA) 49.43,1 (1)
2. Johannes Thingnes Boe (NOR) +57,0 (2)
3. Dominik Landertinger (AUT) +1.22,1 (1)
4. Jakiv Fak (SLO) +1.30,2 (1)
5. Benjamin Weger (SVI) +2.25,5 (2)
6. Tarjei Boe (NOR) +2.33,6 (3)
7. Quentin Fillon Maillet (FRA) +2.34,6 (4)
8. Leif Nordgren (USA) +3.04,3 (0)
9. Johannes Dale (NOR) +3.20,1 (4)
10. Sebastian Sameulsson (SWE) +3.35,3 (2)

13. Lukas Hofer (ITA) +3.55,1 (4)
48. Thomas Bormolini (ITA) +6.40,7 (4)
60. Thierry Chenal (ITA) +7.26,5 (4)
75. Dominik Windisch (ITA) +9.07,7 (8)



Die Stimmen zum Rennen:

Martin Fourcade, Frankreich (1. Platz): „Mein heutiges Ziel war es, keinen Schuss zu verfehlen. Am Ende schoss ich zwar einmal daneben, aber es hat trotzdem zu Gold gereicht. Ich bin überglücklich, das Einzel-Rennen ist außerdem mein Lieblingswettbewerb. Zudem liegt mir die Piste in Antholz, hier fühle ich mich sehr wohl.“

Johannes Thingnes Bø, Norwegen (2. Platz): „Nach meinem Fehlschuss beim ersten Schießen wusste ich, dass ich weiterhin konzentriert bleiben musste. Danach lief alles reibungslos ab, zwar schoss ich noch einmal vorbei, aber ich bin auch mit der Silbermedaille glücklich. Morgen werde ich in der Single-Mixed-Staffel erneut voll angreifen.“

Dominik Landertinger, Österreich (3. Platz): „In den letzten Jahren hatte ich stets mit meinem Bandscheibenvorfall zu kämpfen, deshalb konnte ich auch nie wirklich gute Leistungen bringen. Seit Weihachten ging es mir aber immer besser. Jetzt eine Medaille bei einer WM zu gewinnen, ist unbeschreiblich.“
 
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