Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
22.02.2020 - Røiseland führt Norwegen zu Gold

22.02.2020 - Røiseland führt Norwegen zu Gold

Norwegens Biathletinnen strahlten Samstagmittag bei strahlendem Antholzer Sonnenschein um die Wette.

Sie schnappten sich, vor Deutschland und Ukraine, die Goldmedaillen im Staffelbewerb.

Am Samstag wurden 23.000 Zuschauer in der Südtirol Arena unweit des Antholzer Sees Augenzeugen eines spektakulären, hochklassigen Mannschaftsbewerb der Frauen, den Norwegen am Ende mit 10,7 Sekunden Vorsprung für sich entschied. Nach einem verhaltenen Start von Synnøve Solemdal, machten Ingrid Landmark Tandrevold und Tiril Eckhoff Position um Position gut, wenngleich letztere einmal in die Strafrunde musste. Den Unterschied machte am Ende Marte Olsbu Røiseland, der große Superstar dieser Weltmeisterschaft. In unnachahmlicher Manier führte sie die Skandinavierinnen vom dritten auf den ersten Rang, sicherte ihnen somit die erfolgreiche Titelverteidigung und ihr selbst zugleich beim sechsten Einsatz in Antholz das sechstes Edelmetall.

Die einzige Nation, die bis über die volle Distanz einigermaßen mit den Norwegerinnen mithalten konnte, war Deutschland. Angetrieben von Franziska Preuß und Denise Herrmann lief das DSV-Quartett auf den Silberrang. Schlussläuferin Herrmann schaffte es, die Ukrainerin Olena Pidhrushna auf Distanz zu halten. Die Osteuropäerinnen belegten – wie schon vor einem Jahr bei der WM in Östersund – den dritten Platz.


„Azzurre“ bei Halbzeit noch auf Goldkurs

Bis zur Hälfte des Rennens schien es so, als könnte auch die Gastgebernation bei der Medaillenvergabe ein gehöriges Wörtchen mitreden. Lisa Vittozzi und Dorothea Wierer schossen unglaublich schnell und zielsicher (jeweils nur ein Nachlader), sodass Federica Sanfilippo als dritte Läuferin mit fast einer Minute Vorsprung auf die gesamte Konkurrenz übernahm. Die Ridnaunerin zeigte am Schießstand Nerven und musste gleich zwei Mal in die Strafrunde. Schlussläuferin Michela Carrara, die an Position fünf liegend in die Loipe ging, machte es in der Folge nicht besser: Auch die 22-Jährige aus dem Aostatal musste eine Extraschleife absolvieren und führte ihre Staffel schließlich als Zehnte über die Ziellinie.

Das WM-Programm in der Südtirol Arena wird ab 14.45 Uhr mit der Staffel der Männer fortgesetzt.



Die Stimmen zum Rennen:

Marte Olsbu Roeiseland, Norwegen (1. Platz): „Wir sind ein klasse Team, das sowohl in guten als auch schlechten Zeiten zusammenhält. Trotz meiner fünf Medaillen war ich heute vor dem Rennen sehr nervös. Aber uns ist alles perfekt aufgegangen, wir sind überglücklich.“

Franziska Preuss, Deutschland (2. Platz): „Ich habe mein Bestes gegeben. Beim Schießen bin ich volles Risiko eingegangen, mit Erfolg. Mein Ziel war es, Druck auf die anderen Athletinnen auszuüben. Das ist mir gelungen, ich bin sehr zufrieden.“

Olena Pidhrushna, Ukraine (3. Platz): „Ich wusste, dass ich nichts falsch machen durfte. Ich war die vierte Läuferin, alle haben sich auf meine Erfahrung verlassen. Zum Glück habe ich meine Teamkolleginnen nicht enttäuscht, wir sind hochzufrieden mit der Bronzemedaille.“



Ergebnisse Damen-Staffel 4x6 km - Weltmeisterschaft Antholz (Samstag, 22. Februar 2020)

1. Norwegen (Synnoeve Solemdal, Ingrid Landmark Tandrevold, Tiril Eckhoff, Marte Olsbu Roeiseland) 1:07.05,7 (1+9)
2. Deutschland (Karolin Horchler, Vanessa Hinz, Franziska Preuss, Denise Herrmann) +10,7 (0+9)
3. Ukraine (Anastasiya Merkushyna, Yuliia Dzhima, Vita Semerenko, Olena Pidhrushna) +18,4 (0+8)
4. Tschechien (Jessica Jislova, Marketa Davidova, Lucie Charvatovam Eva Kristejn Puskarcikova) +31,1 (0+10)
5. Schweden (Elvira Oeberg, Mona Brorsson, Linn Persson, Hanna Oeberg) +44,9 (1+11)
6. Schweiz (Elisa Gasparin, Selina Gasparin, Aita Gasparin, Lena Haecki) +47,1 (0+11)
7. Polen (Kinga Zbylut, Monika Hojnisz-Starega, Kamila Zuk , Magdalena Gwizdon) +50,3 (0+6)
8. Russland (Ekaterina Yurlova-Percht, Irina Starykh, Svetlana Mironova, Larisa Kuklina) +1.02,6 (1+11)
9. Kanada (Emily Dickson, Emma Lunder, Megan Bankes, Nadia Moser) +2.13,7 (1+12)
10. Italien (Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Federica Sanfilippo, Michela Carrara) +2.29,4 (3+12)
 
Das könnte Sie auch interessieren